Die meisten Schlaganfälle kündigen sich an. Nur selten laut.
Schlaganfall-Prävention Berlin · Kurfürstendamm
Schlaganfall verstehen und vorbeugen
Ursachen · Therapiemöglichkeiten · Prävention · gefäßmedizinisch eingeordnet
Ein Schlaganfall entsteht fast nie aus dem Nichts. In der weltweiten INTERSTROKE-Studie ließen sich rund 90 Prozent des Schlaganfallrisikos auf zehn beeinflussbare Faktoren zurückführen – bei Menschen bis 55 Jahre sogar etwas mehr. Genau dort setzt Prävention an: messen, einordnen, verändern.
Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung und keine Notfallversorgung. Bei Verdacht auf einen akuten Schlaganfall gilt immer: sofort 112 rufen.
Schlaganfall-Screening in Berlin
Ein Termin, an dessen Ende du weißt, wo du stehst: Gefäße, Blutdruck, Blutwerte und Belastbarkeit – ärztlich eingeordnet, mit konkreten nächsten Schritten. Online buchbar.
Screening Basis
Duplex-Sonographie der Halsschlagadern, Blutdruckprofil, Risikolabor mit Lipoprotein(a) und ApoB, Körperzusammensetzung und die ärztliche Auswertung im Gespräch. Für alle, die ihr Risiko zum ersten Mal einordnen lassen wollen.
Screening Komplett
Alles aus Stufe 1, dazu Belastungs-EKG, Belastungs-Echokardiographie und Spiroergometrie mit VO₂max-Messung. Für alle, die auch wissen wollen, wie Herz und Kreislauf unter Belastung reagieren.
Welche Stufe sinnvoll ist, klären wir vor dem Termin. Ein Screening ist Vorsorge, keine Notfallabklärung: Bei plötzlichen Ausfällen gilt immer 112.
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Warum auch junge Menschen einen Schlaganfall bekommen
Ein Schlaganfall gilt als Erkrankung des höheren Lebensalters. Das stimmt statistisch – aber etwa jeder siebte Schlaganfall trifft Menschen unter 55 Jahren. In dieser Altersgruppe stehen andere Ursachen im Vordergrund als bei Achtzigjährigen: Einrisse in der Gefäßwand der Hals- oder Hirnarterien, ein offenes Foramen ovale im Herzen, Gerinnungsstörungen, Gefäßentzündungen.
Das Video daneben erklärt in einer Minute, worauf es ankommt. Die ausführliche Einordnung – Ursachen, Behandlung, Vorbeugung – findest du weiter unten auf dieser Seite.
Wichtig vorweg: Symptome eines Schlaganfalls verschwinden manchmal nach Minuten wieder. Das ist kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Warnsignal.

FAST: vier Zeichen, bei denen du sofort 112 rufst
Beim Schlaganfall entscheidet Zeit über das Ergebnis. Je früher die Durchblutung wiederhergestellt wird, desto mehr Hirngewebe bleibt erhalten. Warte nicht ab, ob es von allein besser wird – und fahre nicht selbst.
Hängender Mundwinkel
Bitte die Person zu lächeln. Hängt eine Gesichtshälfte herab oder wirkt sie gelähmt, ist das ein Warnzeichen.
Schwäche in einem Arm
Beide Arme nach vorn strecken, Handflächen nach oben. Sinkt ein Arm ab oder dreht sich weg, spricht das für eine einseitige Lähmung.
Sprache gestört
Einen einfachen Satz nachsprechen lassen. Verwaschene, stockende Sprache oder Wortfindungsstörungen zählen dazu.
Sofort 112
Schon ein auffälliges Zeichen genügt. Notiere, wann die Symptome begonnen haben – diese Uhrzeit entscheidet über die Behandlungsmöglichkeiten in der Klinik.
Weitere mögliche Zeichen: plötzliche Sehstörung auf einem Auge oder Doppelbilder, heftigster Kopfschmerz ohne erkennbaren Grund, akuter Schwindel mit Gangunsicherheit, Taubheitsgefühl einer Körperhälfte.

Was bei einem Schlaganfall im Gehirn passiert
Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns. Etwa vier von fünf Fällen entstehen durch einen Gefäßverschluss, der Rest durch eine Blutung. Beides führt dazu, dass Nervenzellen innerhalb von Minuten nicht mehr versorgt werden.
Hirninfarkt
Ischämischer Schlaganfall
Ein Gefäß ist verschlossen, das Hirngewebe dahinter bekommt keinen Sauerstoff.
Der Verschluss entsteht entweder vor Ort durch Arteriosklerose oder durch ein Gerinnsel, das aus dem Herzen oder aus den Halsschlagadern eingeschwemmt wird. Um den bereits abgestorbenen Kern liegt eine Zone, die noch zu retten ist – sie ist der Grund, warum jede Minute zählt.
Hirnblutung
Hämorrhagischer Schlaganfall
Ein Gefäß reißt, das austretende Blut verdrängt und schädigt Hirngewebe.
Häufigste Ursache ist ein über Jahre unbehandelter Bluthochdruck. Seltener stecken Gefäßmissbildungen, Aneurysmen oder gerinnungshemmende Medikamente dahinter. Die Unterscheidung zum Hirninfarkt ist nur mit Bildgebung möglich – deshalb beginnt jede Klinikbehandlung mit einem CT oder MRT.
Warnsignal
TIA – die vorübergehende Durchblutungsstörung
Gleiche Symptome, die sich innerhalb von Minuten bis Stunden zurückbilden.
Eine TIA hinterlässt oft keine bleibenden Ausfälle, aber sie zeigt an, dass ein Mechanismus aktiv ist, der jederzeit einen vollständigen Schlaganfall auslösen kann. Das Risiko ist in den ersten Tagen danach am höchsten. Eine TIA gehört noch am selben Tag ärztlich abgeklärt.
Woher der Schlaganfall kommt
Prävention bleibt beliebig, solange die Ursache unklar ist. Deshalb steht am Anfang immer die Frage, welcher Mechanismus im Einzelfall wahrscheinlich ist – und der unterscheidet sich je nach Alter deutlich.
Arteriosklerose und Karotisstenose
Ablagerungen in den hirnversorgenden Arterien verengen das Gefäß oder reißen auf. Blutdruck, LDL-Cholesterin, Lipoprotein(a), Rauchen und Diabetes treiben diesen Prozess an – über Jahrzehnte und ohne Beschwerden.
Vorhofflimmern und kardiale Emboliequellen
Bei Vorhofflimmern bilden sich im Herzvorhof Gerinnsel, die ins Gehirn gelangen können. Die Rhythmusstörung verläuft häufig unbemerkt und anfallsartig – gefunden wird sie nur, wenn gezielt danach gesucht wird.
Dissektion der Hals- oder Hirnarterien
Ein Einriss der inneren Gefäßwand, manchmal nach Bagatelltrauma, ruckartiger Kopfbewegung oder ohne erkennbaren Anlass. Bei jungen Erwachsenen ist die Dissektion eine der beiden häufigsten Ursachen – typisch sind Nacken- oder Kopfschmerz vor den neurologischen Zeichen.
Offenes Foramen ovale (PFO)
Eine nicht vollständig verschlossene Verbindung zwischen den Herzvorhöfen, die etwa ein Viertel aller Menschen hat. In seltenen Fällen kann ein Gerinnsel aus dem Venensystem darüber in den Körperkreislauf gelangen. Relevant wird der Befund erst im Gesamtbild.
Gerinnungsstörungen und Entzündungen
Thrombophilien, Antiphospholipid-Syndrom, Vaskulitiden und entzündliche Systemerkrankungen. Auch hormonelle Verhütung, Schwangerschaft und Wochenbett verschieben das Gerinnungsgleichgewicht – besonders in Kombination mit Rauchen oder Migräne mit Aura.
Bluthochdruck und kleine Gefäße
Dauerhaft erhöhter Druck schädigt die kleinsten Hirngefäße. Daraus entstehen lakunäre Infarkte, Marklagerveränderungen und langfristig kognitive Einbußen – und er ist zugleich die wichtigste Ursache der Hirnblutung.
Bei etwa jedem vierten Schlaganfall bleibt die Ursache zunächst offen. Diese Fälle sind kein Grund, die Suche zu beenden – sondern Anlass, gezielter weiterzusuchen.
Zehn Faktoren, die rund 90 Prozent erklären
Die INTERSTROKE-Studie untersuchte fast 27.000 Menschen in 32 Ländern. Zehn beeinflussbare Faktoren erklärten zusammen rund 90 Prozent des Schlaganfallrisikos – in allen Regionen, bei Männern und Frauen, und bei Menschen bis 55 Jahre sogar zu gut 92 Prozent. Die Prozentwerte geben an, welcher Anteil der Fälle rechnerisch auf den jeweiligen Faktor entfällt.
Der mit Abstand stärkste Einzelfaktor – und der, bei dem konsequente Behandlung am meisten bewirkt. Werte ab 140/90 mmHg zählen bereits dazu. Entscheidend ist nicht die einzelne Messung, sondern das Profil über den Tag.
Regelmäßige körperliche Aktivität war in INTERSTROKE mit einem deutlich niedrigeren Risiko verbunden. Wie belastbar Herz und Kreislauf tatsächlich sind, lässt sich objektiv messen – und über die Zeit vergleichen.
Erfasst über das Verhältnis von ApoB zu ApoA1, also die Zahl der atherogenen Partikel. Aussagekräftiger als das Gesamtcholesterin allein. Ergänzend gehört Lipoprotein(a) einmal im Leben bestimmt – es ist genetisch festgelegt.
Mediterrane Kostformen schnitten in den Auswertungen der aktuellen Leitlinien am besten ab. Es geht nicht um Verzicht, sondern um die Zusammensetzung: pflanzliche Fette, Gemüse, Hülsenfrüchte, weniger verarbeitetes Fleisch und weniger Salz.
Das Verhältnis von Taille zu Hüfte war enger mit dem Risiko verknüpft als das Körpergewicht. Viszerales Fett ist stoffwechselaktiv und treibt Blutdruck, Insulinresistenz und Entzündung gleichzeitig an.
Chronischer Stress und depressive Symptome waren unabhängig vom übrigen Risikoprofil mit mehr Schlaganfällen verbunden. Dieser Faktor wird in der Vorsorge regelmäßig übergangen – zu Unrecht.
Rauchen beschleunigt die Arteriosklerose und erhöht die Gerinnungsneigung. In Kombination mit hormoneller Verhütung oder Migräne mit Aura steigt das Risiko bei jungen Frauen überproportional.
Kardiale Ursachen wie Vorhofflimmern erklärten rund 9 Prozent, hoher oder episodisch hoher Alkoholkonsum rund 6 Prozent, Diabetes rund 4 Prozent. Jeder dieser Faktoren ist behandelbar – vorausgesetzt, er ist bekannt.
Quelle: O’Donnell MJ et al., INTERSTROKE, The Lancet 2016. doi.org/10.1016/S0140-6736(16)30506-2
Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt
Die Akutbehandlung eines Schlaganfalls gehört in die Klinik, auf eine Stroke Unit. Was danach kommt – und was davor möglich gewesen wäre – entscheidet darüber, ob es beim einen Mal bleibt.
Akut · in der Klinik
Lyse und Thrombektomie
Das verschlossene Gefäß wieder öffnen, solange Hirngewebe zu retten ist.
Beim Hirninfarkt kann ein Medikament das Gerinnsel auflösen (Thrombolyse) oder es wird über einen Katheter mechanisch entfernt (Thrombektomie). Beides ist an enge Zeitfenster gebunden und setzt eine Bildgebung voraus. Diese Behandlung findet in einer Klinik mit Stroke Unit statt – nicht in einer Praxis.
Danach
Sekundärprophylaxe
Verhindern, dass sich der Mechanismus wiederholt.
Je nach Ursache: Thrombozytenhemmer oder – bei Vorhofflimmern – eine orale Antikoagulation, konsequente Blutdruckeinstellung, LDL-Senkung, Behandlung eines Diabetes. Nach aktuellen Leitlinien werden die Zielwerte nach einem Ereignis deutlich strenger gefasst als in der Primärprävention.
Ursachenbezogen
Eingriffe an Gefäßen und Herz
Wenn eine konkrete Quelle gefunden wurde.
Eine hochgradige Verengung der Halsschlagader kann operativ ausgeschaltet oder mit einem Stent versorgt werden. Ein offenes Foramen ovale kann bei ausgewählten jüngeren Patienten interventionell verschlossen werden. Beides sind Einzelfallentscheidungen, die nach Befund und im interdisziplinären Gespräch getroffen werden.
Langfristig
Rehabilitation und Nachsorge
Funktion zurückgewinnen und das Risikoprofil dauerhaft senken.
Physio-, Ergo- und Sprachtherapie in der frühen Phase, danach strukturiertes körperliches Training, Rauchstopp, Gewichts- und Stoffwechselmanagement. Die Nachsorge ist keine Formsache: Der größte Teil des Rückfallrisikos ist beeinflussbar.
Was nachweislich das Risiko senkt
Die AHA/ASA-Leitlinie zur Primärprävention des Schlaganfalls wurde 2024 erstmals seit zehn Jahren überarbeitet. Ihr Kern ist unspektakulär und genau deshalb wirksam: wenige Größen konsequent im Blick behalten, statt viele einmal zu messen.
Blutdruck kennen und einstellen
Nicht einmal im Jahr in der Praxis, sondern als Profil. Die Behandlung des Bluthochdrucks ist die einzelne Maßnahme mit dem größten Effekt auf das Schlaganfallrisiko.
Lipide und Lipoprotein(a) bestimmen
ApoB und LDL steuern die Arteriosklerose. Lipoprotein(a) ist genetisch festgelegt, wird selten gemessen und verändert bei hohen Werten die gesamte Risikoeinschätzung.
Rhythmus prüfen
Vorhofflimmern verläuft oft anfallsartig und ohne Beschwerden. Wer es findet, kann durch gerinnungshemmende Therapie einen großen Teil der dadurch bedingten Schlaganfälle verhindern.
Stoffwechsel und Bauchumfang
HbA1c, Nüchternglukose, Taille-Hüft-Verhältnis. Bei Diabetes mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko sehen die aktuellen Empfehlungen ausdrücklich auch moderne Wirkstoffgruppen wie GLP-1-Rezeptoragonisten vor.
Belastbarkeit aufbauen
Regelmäßige Ausdauerbelastung wirkt auf Blutdruck, Zucker, Gewicht und Gefäßfunktion gleichzeitig. Die maximale Sauerstoffaufnahme zeigt objektiv, wo du stehst – und ob das Training greift.
Rauchstopp und Alkohol
Der Rauchstopp senkt das Risiko innerhalb weniger Jahre erheblich. Beim Alkohol waren vor allem hoher und episodisch hoher Konsum mit mehr Schlaganfällen verbunden.
Schlaf und Stress ernst nehmen
Schlafapnoe, chronische Anspannung und depressive Symptome gehören zum kardiovaskulären Risikoprofil – nicht in eine Nebenspalte.
Frauenspezifische Faktoren beachten
Migräne mit Aura, hormonelle Verhütung, Schwangerschaftshochdruck und Präeklampsie verändern das Risiko. Die Leitlinie 2024 hat diesen Bereich gezielt ergänzt.
Grundlage: 2024 Guideline for the Primary Prevention of Stroke, American Heart Association / American Stroke Association. Die Umsetzung im Einzelfall richtet sich nach Vorgeschichte, Befund und Begleiterkrankungen.
Was wir messen, bevor wir etwas empfehlen
Seit Kurzem steht bei uns ein Cosmed Quark CPET mit Ergometer. Zusammen mit der Gefäßdiagnostik lassen sich Herz, Kreislauf, Lunge und Gefäße nicht nur in Ruhe beurteilen, sondern genau dort, wo Beschwerden entstehen: unter Belastung. Für die Einordnung des kardiovaskulären Risikos ist das ein Unterschied.
Duplex-Sonographie
Farbkodierte Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Halsschlagadern: Wandbeschaffenheit, Plaques und Strömungsgeschwindigkeit werden direkt sichtbar. Die Untersuchung ist schmerzfrei, ohne Strahlung und die naheliegendste Frage bei der Schlaganfallvorsorge – durchgeführt und befundet vom Gefäßchirurgen.
Belastungs-EKG
Zwölf-Kanal-EKG unter definierter Steigerung auf dem Ergometer. Zeigt Rhythmusstörungen und Zeichen einer Minderdurchblutung, die im Ruhe-EKG unsichtbar bleiben, und liefert den Blutdruckverlauf unter Belastung. Mehr zum Belastungs-EKG
Belastungs-Echokardiographie
Ultraschall des Herzens vor und unmittelbar nach Belastung. Wandbewegungsstörungen, die erst unter Anstrengung auftreten, werden sichtbar – ebenso das Verhalten von Klappen und Pumpfunktion. Mehr zum Belastungs-Echo
VO₂max-Messung
Atemgasanalyse Atemzug für Atemzug während der Belastung. Die maximale Sauerstoffaufnahme gilt als einer der aussagekräftigsten Einzelwerte für die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit – und sie ist trainierbar. Mehr zur VO₂max-Messung
Lungenfunktion
Spirometrie mit Fluss-Volumen-Kurve. Trennt, ob eine Belastungsluftnot vom Herzen, von den Atemwegen oder von der Kondition kommt – eine Unterscheidung, die sich ohne Messung kaum treffen lässt.
Körperzusammensetzung
Muskel- und Fettanteil statt Gewicht allein. Der Bauchumfang beziehungsweise das Taille-Hüft-Verhältnis gehört zu den zehn INTERSTROKE-Faktoren und eignet sich gut zur Verlaufskontrolle.
Lipoprotein(a) und ApoB
ApoB zählt die atherogenen Partikel und ist aussagekräftiger als das Gesamtcholesterin. Lipoprotein(a) ist genetisch festgelegt, wird selten bestimmt und verändert bei hohen Werten die gesamte Risikoeinschätzung – einmal im Leben gemessen, gilt der Wert praktisch lebenslang.
Blutdruck und Stoffwechsel
Blutdruckprofil statt Einzelmessung, dazu HbA1c, Nüchternglukose, Nierenwerte und Entzündungsparameter. Gemeinsam mit Gefäßstatus und Belastbarkeit ergibt sich ein Profil, an dem sich Veränderungen messen lassen.
MRT-Auswertung
Vorhandene MRT- und CT-Aufnahmen des Kopfes oder der Halsgefäße werten wir gemeinsam mit Befund, Blutdruck und Laborwerten aus. Bilder allein beantworten selten die Frage nach dem Mechanismus – erst im Zusammenhang ergibt sich, woran gearbeitet werden muss.
Die Untersuchungen werden ärztlich indiziert und ausgewertet. Preise nennen wir im Beratungsgespräch, weil Umfang und Kombination sich nach der Fragestellung richten. Eine akute Beschwerdesymptomatik gehört nicht in eine Vorsorgeuntersuchung, sondern sofort ärztlich abgeklärt.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest
Prävention lebt vom Verlauf, nicht von der Momentaufnahme. Drei Bausteine, die sich in der Praxis bewährt haben.
CELLOMAP™ Longevity Check-up
Umfassende Bestandsaufnahme mit Labor, Körperzusammensetzung und ärztlicher Auswertung. Sinnvoll, wenn du nicht einzelne Werte, sondern das Gesamtbild sehen willst. Zum CELLOMAP™ Check-up
IHHT Höhentraining
Intervallartiges Hypoxie-Hyperoxie-Training, passiv im Liegen und ärztlich begleitet. Wird eingesetzt, um Regeneration und Belastbarkeit zu unterstützen – die Eignung wird vorher geprüft. Zum IHHT Höhentraining
VO₂max verstehen und verbessern
Was die maximale Sauerstoffaufnahme aussagt, wie sie gemessen wird und mit welchem Training sie sich verändern lässt. Zur VO₂max-Messung
Häufige Fragen
Schlaganfall: Fragen, die uns oft gestellt werden
Was sind die ersten Anzeichen eines Schlaganfalls?
Typisch sind plötzlich einsetzende Ausfälle: ein hängender Mundwinkel, Schwäche oder Taubheit in Arm oder Bein einer Körperseite, verwaschene Sprache oder Wortfindungsstörungen, Sehstörungen und heftiger Schwindel mit Gangunsicherheit. Der FAST-Test prüft Gesicht, Arme und Sprache. Schon ein auffälliges Zeichen genügt, um sofort 112 zu rufen – auch wenn die Symptome wieder verschwinden.
Kann man einem Schlaganfall wirklich vorbeugen?
Ein großer Teil des Risikos ist beeinflussbar. In der INTERSTROKE-Studie ließen sich rund 90 Prozent des Schlaganfallrisikos auf zehn Faktoren zurückführen, die sich behandeln oder verändern lassen – allen voran Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Blutfette und Rauchen. Eine Garantie gibt es nicht, aber die Größenordnung zeigt, wie viel Spielraum besteht.
Warum bekommen junge Menschen einen Schlaganfall?
Etwa 15 Prozent aller Schlaganfälle betreffen Menschen unter 55 Jahren. In dieser Altersgruppe dominieren andere Ursachen: ein Einriss der Gefäßwand (Dissektion) der Hals- oder Hirnarterien und ein offenes Foramen ovale am Herzen gelten als die beiden häufigsten. Dazu kommen Gerinnungsstörungen, Gefäßentzündungen sowie die Kombination aus Rauchen, hormoneller Verhütung und Migräne mit Aura.
Was ist eine TIA und wie gefährlich ist sie?
Eine TIA ist eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns mit denselben Symptomen wie ein Schlaganfall, die sich innerhalb von Minuten bis Stunden zurückbildet. Sie hinterlässt meist keine bleibenden Ausfälle, ist aber ein ernstes Warnsignal: Das Risiko für einen vollständigen Schlaganfall ist in den Tagen danach am höchsten. Eine TIA gehört noch am selben Tag abgeklärt.
Welche Untersuchungen sind zur Schlaganfall-Vorsorge sinnvoll?
Sinnvoll sind Blutdruckprofil, Lipidstatus einschließlich ApoB und einmalig Lipoprotein(a), HbA1c, ein EKG zur Suche nach Vorhofflimmern, die Duplex-Sonographie der Halsschlagadern sowie eine Einschätzung der körperlichen Belastbarkeit. Mit Belastungs-EKG, Belastungs-Echokardiographie und Spiroergometrie mit VO₂max-Messung lässt sich beurteilen, wie Herz und Kreislauf unter Anstrengung reagieren – dort zeigen sich Auffälligkeiten früher als in Ruhe.
Was sagt die VO₂max über mein Schlaganfallrisiko aus?
Die maximale Sauerstoffaufnahme beschreibt, wie viel Sauerstoff dein Körper unter Belastung verwerten kann. Sie gilt als einer der aussagekräftigsten Einzelwerte für die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit, die wiederum eng mit dem kardiovaskulären Risiko zusammenhängt. Anders als das Alter ist dieser Wert veränderbar: Regelmäßiges Ausdauertraining verbessert ihn messbar.
Erhöht Bluthochdruck das Schlaganfallrisiko wirklich so stark?
Ja. In INTERSTROKE entfiel auf Bluthochdruck der größte Anteil aller Faktoren – rechnerisch rund 48 Prozent der Fälle. Beim hämorrhagischen Schlaganfall, also der Hirnblutung, ist der Zusammenhang noch enger als beim Hirninfarkt. Gleichzeitig ist Bluthochdruck gut behandelbar, was ihn zum wichtigsten Ansatzpunkt der Prävention macht.
Behandeln Sie einen akuten Schlaganfall in der Praxis?
Nein. Der akute Schlaganfall ist ein Notfall und gehört über den Rettungsdienst in eine Klinik mit Stroke Unit, weil dort Bildgebung, Thrombolyse und Thrombektomie innerhalb enger Zeitfenster verfügbar sind. Unser Schwerpunkt liegt davor und danach: Risikoeinschätzung, Diagnostik unter Belastung und eine Prävention, die sich an deinem Befund orientiert.
Screening buchen
Basis in etwa 60 Minuten oder komplett mit Belastungsdiagnostik in etwa 120 Minuten. Der Kalender zeigt, was tatsächlich frei ist.
Für eine individuelle Einschätzung
Risiko erkennen, solange es sich noch ändern lässt.
Vereinbare ein Präventionsgespräch. Wir schauen uns Vorgeschichte, Werte und Belastbarkeit gemeinsam an und besprechen, welche Untersuchungen in deinem Fall sinnvoll sind – und welche nicht.
Eine Terminbuchung ist keine Behandlungszusage. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, wird vorab anhand von Vorgeschichte, Befund und Zielsetzung persönlich besprochen. Bei akuten Symptomen wähle bitte 112.